zuletzt bearbeitet: Sat, 09 Sep 2017 03:41:13 +0200  
Hier und hier habe ich mir früher schon Gedanken über die Angebotsseite bei Elektroautos gemacht.
Zeit für ein Update zur aktuellen Situation – leider mit vielen negativen Aspekten, richtig Positives kann ich nur im Ausblick auf die nächsten Jahre liefern.

Neue Autos, neues Glück?

Seit dem letzten Überblick sind einige neue Modelle oder Updates erschienen, die ich hier nennen möchte. Gleich vorweg: Viel Gutes ist nicht zu berichten.

Der Hyundai Ioniq Electric ist theoretisch offiziell auf dem Markt angekommen. Praktisch ist er aber fast nicht zu haben: Hyundai produzierte bis vor kurzem nur 1.200 Elektro-Ioniqs pro Monat (jetzt erhöht auf 1800), die zur Hälfte auf den koreanischen Markt gehen. Bleiben 600 (bald 900) E-Ioniqs für den Rest der Welt, was natürlich viel zu wenig ist. Bestellt man heute einen E-Ioniq beim Händler, muss man mit satten 12 Monaten Lieferzeit rechnen. 15 Monate, wenn man sich als Händler einen auf den Hof stellen möchte.
Grundsätzlich ist das wirklich ein ganz tolles Fahrzeug, E-Mobilität zu einem angemessenen Preis. Hilft nur nichts, wenn man so lange auf das Auto warten muss, dass man befürchten muss, sein Auto erst zu bekommen, wenn es schon überholt ist. Denn: Für 2018 ist ein Batterie-Upgrade angekündigt. Wann genau weiß niemand, kann gut sein, dass man den Ioniq mit großer Batterie erst ab Ende 2018 bestellen kann. Auch über Preise ist natürlich noch nichts bekannt, und ob es die aktuelle 28-kWh-Batterie evtl. parallel weiter geben wird, steht in den Sternen.
Trotzdem: So richtig Spaß macht der Kauf eines Hyundai Ioniq Electric aktuell nicht wirklich. Nicht, weil das Auto schlecht wäre, ganz im Gegenteil. Sondern weil Hyundai sich entweder völlig verkalkuliert hat oder kein Interesse daran hat, Elektroautos in hohen Stückzahlen zu produzieren. Oder vielleicht allgemein oft zu konservativ plant – anscheinend gab es auch auf Verbrennerseite schon öfter Modelle, bei denen es nach Markteinführung ähnlich aussah, etwa beim iX 35.

Der neue eGolf bietet jetzt auch eine taugliche Reichweite (realistisch ca. 160 km (Winter) bis 210 km (Sommer)), etwas, aber nicht viel mehr als der Ioniq. Trotz deutlich größerer Batterie – die Effizienz des Ioniq ist auf dem Markt weiterhin unerreicht und führt dazu, dass der Reichweitenunterschied zwischen den beiden Autos fast vernachlässigbar ist.
Sicher ein solides Auto, aber zu teuer. Der Grundpreis entspricht etwa dem Ioniq Electric in Style-Ausstattung, allerdings muss man bei VW noch so manche teure Zusatzausstattung hinzubuchen, um ein ähnliches Niveau zu erreichen.
Hier ist außerdem der Preisunterschied zum Verbrenner weiterhin zu groß: Der billigste Benziner kostet Listenpreis die Hälfte, im Vergleich zum Diesel sind es noch knapp € 13.500,– oder 60% Aufpreis, nach Förderung immer noch über 40%.
Aber immerhin: Wenn man einen guten Rabatt aushandeln und auf Extras verzichten kann, sollte der neue eGolf unter € 30.000,– zu haben sein – eine wichtige Schwelle.
Extrem interessant kann der Kauf eines eGolf allerdings zur Zeit für Besitzer älterer Diesel (bis Euro 4) sein: Alle Prämien zusammengerechnet kann man laut einem aktuellen Angebot eines lokalen Händlers bis zu knapp € 15.000,– auf den Listenpreis sparen. Das ist dann tatsächlich konkurrenzlos günstig und erreicht dann fast den Preis der Dieselvariante (nicht ganz, weil man auf den Diesel ja auch noch Rabatt aushandeln kann, auf dieses eGolf-Angebot aber mit ziemlicher Sicherheit nicht mehr).

Die Zoe von Renault ist jetzt in zwei Varianten auf dem Markt: Die alte Variante gibt es weiterhin nur mit Batteriemiete, was aus wirtschaftlichen Gründen meiner Meinung nach keine Option ist, da der Vorteil eines Elektroautos bei den Betriebskosten mehr als nur aufgefressen wird.
Neu ist die Variante mit 41-kWh-Batterie, die für realistische Reichweiten von 200-300 km sorgt. Das ist ein Wort – abgesehen von der Urlaubsfahrt dürfte das für fast jeden (privaten) Einsatz reichen.
Leider hat das Auto aber viele Nachteile: Zunächst einmal ist keine Gleichstrom-Schnelllademöglichkeit (Chademo oder CCS) verbaut, und selbst die Wechselstromladung wurde im Vergleich zum Vormodell (max. 43 kW) massiv auf max. 22 kW reduziert. Verbunden mit der großen Batterie bedeutet das, dass man für die 80%-Ladung mindestens eineinhalb Stunden beschäftigt ist – je nachdem, wann das Auto die Leistung reduziert, wahrscheinlich sogar eher zwei Stunden.
Eine Variante mit dem alten Motor (der bei Renault gleichzeitig auch der Lader ist) und entsprechender Ladeleistung ist nur via Import zu haben. Die krankt dann wiederum daran, dass geringe Ladeleistungen, etwa an der Schukosteckdose, mit extrem schlechter Effizienz verbunden sind.
Klar – wann braucht man schon einmal wirklich die schnelle Ladung, zumal in einem Kleinwagen, den man (sofern man kein Enthusiast ist) eher nicht für Langstrecken einsetzen wird? Trotzdem gehört das bei aktuellen Autos eigentlich zum Standard.
Außerdem ist auch dieses Auto viel zu teuer: Listenpreis mit Batterie jenseits der € 30.000,– ist für einen Kleinwagen wirklich viel zu viel. Renault bietet zwar mehr Rabatt als die Konkurrenz bei der Umweltprämie, so dass nach Förderung „nur“ noch etwas mehr als € 25.000,– übrig bleiben, aber auch das ist mehr als der doppelte Preis des vergleichbaren Clio.
Leider können mich die inneren Werte des Autos nicht wirklich überzeugen.
Immerhin: Die Zoe ist jederzeit lieferbar und wird auch in relativ großen Stückzahlen verkauft. Das müssen andere Hersteller erst einmal schaffen.

Opel etwa. Der mit Spannung erwartete Ampera-e hat sich in meinen Augen mittlerweile komplett zur Lachnummer entwickelt. Immer wieder verschoben, mittlerweile verfügbar in anderen Ländern (etwa Norwegen), aber in Deutschland? Aktuell nur für Geschäftskunden bestellbar, in einer teuren Premium-Variante, werden jetzt erst die ersten Fahrzeuge ausgeliefert. Händler wissen nicht Bescheid, niemand kann sagen, wann das Auto für Privatleute verfügbar sein wird.
Wenn es denn irgendwann mal so weit ist, findet der geneigte Käufer hier einen Kleinwagen für knapp € 40.000,– Einstiegspreis Liste. Klar, die Größe des Akkus ist absolut exorbitant, aber deshalb so viel Geld für so ein kleines Auto bezahlen?
Zumindest für mich ist das keine Option.

Das Model 3 von Tesla … Tja, sagen wir so, es ist im Zeitplan. Nach dem jahrelangen Ankündigungsmarathon fühlt sich das inzwischen aber nicht mehr so viel anders an als beim Ampera-e.
Die ersten Autos in den USA wurden ausgeliefert, die Produktion wird langsam hochgefahren. Erste Auslieferungen in Europa sind für Q3/Q4 2018 geplant – mal sehen, ob es dazu auch kommt. Wer jetzt bestellen will, wird sich aber ohnehin hinten anstellen müssen – Tesla verfügt bereits über mehr als 500.000 Vorbestellungen. Selbst wenn die Produktion Ende Dezember wie geplant 5.000 Fahrzeuge pro Woche erreicht, wird man 100 Wochen oder etwa zwei Jahre beschäftigt sein, um sie alle abzuarbeiten. EDIT: Ich habe mittlerweile gelesen, dass das Ziel für „irgendwann 2018“ 10.000 Fahrzeuge pro Woche sind. Außerdem sind, nach über 60.000 zurückgezogenen Vorbestellungen, wohl „nur noch“ etwas mehr als 450.000 Vorbestellungen übrig. Trotzdem: 39.000 Model 3 will man 2017 insgesamt produziert haben, bleiben mehr als 410.000. Etwa im Juni müsste man 10.000 Fahrzeuge pro Woche erreicht haben, um die Vorbestellungen noch bis Ende 2018 abarbeiten zu können.
Für den deutschen Markt steht einstweilen noch nicht einmal ein Preis fest. Knapp $ 40.000,– sind es in den USA für die Basisversion. Da die Preise dort im allgemeinen ohne vom Bundesstaat abhängige Steuern ausgewiesen werden, dürfte man in Deutschland wohl irgendwas zwischen € 40.000,– und € 45.000,– berappen müssen. Kein schlechter Preis für das Auto, aber doch weit weg vom „Elektroauto für die Massen“, als das das Model 3 einmal angepriesen wurde.

Für die aktuelle Situation bleibt als einzig positiver Aspekt zu vermerken, dass endlich Leben in den Gebrauchtmarkt gekommen ist. Günstige Kleinstwagen (i-MIEV/C-Zero/iOn, smart ed, mia) gibt es ab etwa € 7.000,–, Zoes beginnen bei € 10.000,– (allerdings muss man da noch eine Batterie mieten), Leafs bei € 12.000,–, in größeren Stückzahlen bei etwa € 15.000,–.
Das kann man sich dann schon überlegen.

Ausblick

Immerhin: Die Autohersteller haben einige interessante Projekte in der Pipeline. Einige möchte ich herauspicken, die meiner Meinung nach Aufmerksamkeit verdienen.

Gerade frisch vorgestellt wurde der neue Nissan Leaf in der 2018er-Version. Dort wird es ab € 32.000,– Listenpreis ein vollwertiges Auto mit 40 kWh Batterie geben, gut für vmtl. etwa 200 km (Winter) bis 285 km (Sommer) realistische Reichweite (378 km NEFZ). Dazu noch diverse Assistenten, wie sie heute ab der Mittelklasse üblich sind, knapp Golfgröße … wenn wir jetzt noch die Förderung abziehen und hoffen, dass Nissan weiterhin € 3.000,– statt nur € 2.000,– Rabatt gibt, kommen wir bei € 27.000,– heraus.
Ein Golf Diesel mit ähnlicher Ausstattung kostet auch nicht weniger.
Das wird ein sehr interessantes Gesamtpaket – und angeblich soll der neue Leaf auch schon ab Januar in Deutschland ausgeliefert werden. Da hat Nissan wieder einmal Vorsprung, und diesmal auch mit einem wirklich interessanten Auto, das im Gegensatz zu seinem Vorgänger sogar ganz hübsch ist. Bei Nissans Erfahrung mit Elektroautos ist auch keine Hyundai-ähnlicher Lieferengpass zu erwarten, auch wenn die nach Deutschland gelieferten Stückzahlen natürlich erst einmal begrenzt sein werden.
Im nächsten Jahr soll es dann noch eine Variante mit größerem Akku um 60 kWh geben.
Klingt gut!

Hyundai seinerseits legt nächstes Jahr den KONA EV nach. Das Mini-SUV (ca. Polo-Größe) erscheint im Herbst als Verbrenner und soll dann nächstes Jahr auch in einer Elektrovariante zu haben sein. Wahrscheinlich mit einem Akku von 40-45 kWh, oder optional mit ca. 60 kWh. Das Interesse in Elektrogemeinde ist groß, hat Hyundai doch mit dem Ioniq bewiesen, dass sie richtig gute Elektroautos bauen können. Wie interessant das Auto für mich persönlich wird, hängt nicht zuletzt vom Preis ab. Regionen um oder gar unter € 25.000,– nach Förderung wären genial (aber leider wohl eher unwahrscheinlich), ab € 30.000,– aufwärts ist es dann halt wieder etwas wenig Auto für das viele Geld.
Es gibt bereits mindestens zwei Möglichkeiten, das Auto vorzubestellen, obwohl eigentlich noch viel zu wenig bekannt ist. Macht aber durchaus Sinn, denn: Die von Hyundai geplanten Produktionszahlen wirken schon wieder viel zu klein. Wer 2018 noch ein KONA EV fahren will, wird vermutlich vorbestellen müssen, ohne das Auto (zumindest in der Elektroversion) je gesehen zu haben.

Eine Erwähnung verdient auch der e.GO Life aus Aachen. Nachdem die ursprünglichen Design-Entwürfe klobig und wenig ansprechend aussahen, ist jetzt ein richtig hübscher Kleinstwagen draus geworden – eine echte Rennsemmel. Wert gelegt wurde nämlich auf Spritzigkeit, flotte Beschleunigung und entsprechendes Äußeres: So breite „Schlappen“ habe ich noch an keinem kleinen Elektroauto gesehen.
Das ist für mich persönlich auch der größte Kritikpunkt: Ich will keinen Mini-Porsche, sondern ein effizientes Fahrzeug, mit dem ich mit möglichst wenig Verbrauch von A nach B komme.
Der e.GO Life ist aber voll auf Spaßmobil in der Stadt getrimmt: Klein, wendig, gute Beschleunigung, aber eine Endgeschwindigkeit von nur 104 km/h und nur 130 km bzw. 170 km NEFZ-Reichweite? Das ist nicht autobahntauglich und zumindest für mich nicht ausreichend. Selbst die große Variante dürfte real nur ca. 90 km (Winter) bis 130 km (Sommer) Reichweite zu bieten haben.
Trotzdem: Ein geniales Stadtmobil, entwickelt von den Vätern der Streetscooter-Transporter, die mittlerweile überall als Auslieferfahrzeuge der Post zu bewundern sind. Hat was, wenn die Daten für den persönlichen Einsatzzweck ausreichen.
Preislich ebenfalls interessant: Die kleine Variante soll bei Listenpreis knapp € 16.000,– liegen, die große bei knapp € 18.000,–. Wenn hier die staatliche Förderung greift, sind wir mit € 12.000/14.000 tatsächlich im gehobenen Kleinstwagensegment zu Hause, also durchaus machbar.
Wenn. Denn: Nach aktueller Rechtslage läuft die staatliche Förderung Mitte 2019 aus. Ich hoffe sehr, dass das Programm verlängert, am besten ausgebaut werden wird, aber ich bin mir alles andere als sicher, ob das wirklich passiert. 2018 sollen nur 1.000 e.GOs ausgeliefert werden – wenn man jetzt erst vorbestellt, wird man da wohl nicht mehr dabei sein. Ab 2019 dann bis zu 10.000 Stück im Jahr – könnte verdammt knapp werden, mit der Förderung.

Das gleiche Problem droht auch dem Sion von Sono Motors, ein weiteres Startup mit großen Plänen. Hier soll die Serienproduktion erst im dritten Quartal 2019 starten – definitiv zu spät für die staatliche Förderung, sollte sie nicht verlängert werden.
Abgesehen davon ist dieses Projekt aber richtig cool: Ein familientaugliches Auto für fünf Personen, etwa so groß wie ein Touran mit kürzerem Kofferraum. Optisch ähnlich langweilig, aber darum geht es ja nicht.
Sehr genial sind vor allem die rund um das Auto herum angebrachten Solarzellen, die für bis zu 30 km Reichweite an einem sonnigen Sommertag gut sein sollen. Im Winter und bei Bewölkung natürlich viel weniger, aber man rechnet bei Sono Motors mit ca. 5.000 komplett kostenfreien Kilometern pro Jahr, die durch die Solarzellen beigesteuert werden. In meinem Fall wäre das mehr als ein Drittel der Gesamtfahrleistung.
Dazu eine Batterie von vmtl. etwa 35 kWh, die für 250 km „echte Reichweite“ gut sein soll. Im Sommer, vermutlich, sonst wird das bei dem cW-Wert mit Sicherheit verdammt schwierig. Und unter Hinzunahme der Solarreichweite. Wenn die Kapazität so bleibt, rechne ich mit kaum mehr als 150 km im Winter.
Aber das reicht: Das ist genau in dem Bereich, in dem ein Elektroauto auch für den Landbewohner sinnvoll wird.
Weitere Highlights: CCS-Ladung, AC-Ladung mit mindestens 11 kW (viele aktuelle Autos bieten hier nur 6,7 kW), Möglichkeit, den Strom der Batterie zu nutzen, via Steckdose am Auto und via Typ-2-Dose zum Laden anderer Elektroautos, Anhängerkupplung, eingebaute Carsharing-Möglichkeit via App usw.
Das ganze ist ansonsten recht spartanisch gehalten, etwa kein großes Infotainment-System, statt dessen ein Display und die Möglichkeit, Android Auto und Apple CarPlay zu nutzen.
Preislich soll das Auto dann bei € 16.000,– liegen, was für die gebotene Leistung wirklich genial wäre. Die Batterie kommt aber noch dazu: Angeboten werden soll ein Mietmodell mit noch unbekannten Konditionen oder ein Kaufakku, der nach aktuellem Stand € 4.000,– kosten würde, bis 2019 aber hoffentlich noch billiger wird.
Wenn 5.000 Vorbestellungen vorliegen, kann es weitergehen. Schon Ende August, als ich den Prototypen in Nürnberg probefuhr, lagen 1.800 Vorbestellungen vor, so dass ich keinen Zweifel habe, dass das klappen wird.
Aktuell ist ein Team mit den beiden Prototypen unterwegs und bietet in vielen Städten Deutschlands (sehr) kurze Probefahrten an, die allerdings größtenteils bereits ausgebucht sind. Das Auto ist allerdings eher ein Proof Of Concept als ein Prototyp, da wird sich noch einiges ändern.
Die weitere Planung sieht vor, dass 2018 die Vorserienmodelle entwickelt und homologiert werden sollen, dabei natürlich auch die endgültige Festlegung auf die Zulieferer, auch für die Batterie. In Q3/Q4 2019 sollen dann die 5.000 Vorbestellungen produziert werden, danach hoffentlich noch viele weitere Fahrzeuge.
Ich bin mir immer noch nicht ganz sicher, ob ich dieser jungen Firma zutrauen soll, das Projekt bis zum Ende zu stemmen. Aber ich hoffe, dass sie es schaffen, und habe selbst auch mit einer Vorbestellung das meine dazu beigetragen.
Die Frage wird auch sein, wie es mit der Förderung weitergeht. Wenn absehbar ist, dass sie Mitte 2019 tatsächlich ausläuft, würde ich dann schon ins Grübeln kommen: Soll ich mir nicht lieber rechtzeitig vorher für € 27.000,– einen neuen Leaf mit Vollausstattung und der Sicherheit eines Großkonzerns kaufen, statt € 20.000,– für ein spartanisches Mobil auszugeben, das im Betrieb zwar wahrscheinlich sparsamer sein wird, dessen Hersteller aber vielleicht schon in wenigen Jahren pleite ist? Von der fehlenden Erfahrung bei Sono Motors ganz zu schweigen.
Andererseits wird es beim Sion Ersatzteile im Online-Shop geben, ein frei verfügbares Werkstatthandbuch und Video-Tutorials zum Selbermachen – nie wieder Werkstattbesuch, zumindest, solange nichts ernsthaft kaputt ist? Das wäre schon echt super und würde noch zusätzlich Geld sparen.
Der Sion ist auf alle Fälle ein hochinteressantes Projekt. Ich bin sehr gespannt, wie es da weitergeht.

Endlich kann es konkret werden

Seit ich damals meine mia verkaufte, wünsche ich mir sehnlich, wieder ein Elektroauto zu fahren. 2019 wird es nun endlich Realität werden: 2018 wird unsere Familienkutsche abbezahlt sein, so dass monatlich Geld frei wird, dass dann bis 2019 noch angespart werden kann.
In 2019 wird dann klar sein, wie weit Sono Motors gekommen ist, ob ich tatsächlich die Option habe, bis Ende 2019 einen Sion zu bekommen. Auch wenn ja werde ich mich dann auch auf dem Gebrauchtmarkt umsehen – bis dahin werden hoffentlich einige Ioniqs, neue Leafs und vielleicht sogar schon Konas zu haben sein, die dann evtl. schon in ähnlichen Preisregionen spielen.
Ich bin gespannt, wofür ich mich letztlich entscheiden werde.

#Elektroautos